Donnerstag, März 29, 2007

Halbzeit

Was gibt's denn zu erzählen?

Vielleicht ein bisschen mehr zur Stadt: Toronto ist eine typische Nordamerikanische Stadt. Es gibt mehr Hochhäuser als in jeder europäischen Stadt, der Baustil ist ganz anders als bei uns und oft findet man sich sehr winzig. Historische Gebäude gibt es kaum und wenn ein Haus mal 100 Jahre alt ist, dann steht es schon unter Denkmalschutz (*Übertreibung*). Hier wird irgendwie nicht so darauf geschaut, dass ein bestimmtes Stadtbild erhalten bleibt, also gibt es auch in den beliebtesten (Einkaufs-)Straßen total heruntergekommene Geschäfte dazwischen. Die längste Straße der Welt (Yonge Street) beginnt in Toronto und sieht folgendermaßen aus:


Das Gebäude in dem ich arbeite ist auch kein Kleines. Es hat viele Stöcke (weiß ich doch nicht wie viele, mein Aufzug geht nur bis zum 19. Stock) und man kann es ja auf diesem Bild nachzählen:


Diese Woche hatte ich ein volles Abendprogramm. Am Montag waren Peter und ich vom Goethe-Institut aus bei einem Theaterabend. Das erste (kurze) Stück war etwas eigen und krank, das zweite dafür sehr lustig und origninel. Das ganze hat sich in einem Hotel abgespielt und die Säle waren ausgeräumte Zimmer, in denen sich das Publikum auf dem Boden breit gemacht und die Schauspieler mittendrin waren. Danach gab es auch noch eine Party mit Buffet, wir haben uns aber abgeseilt und es uns in der Hotelbar gemütlich gemacht.

Dienstag war dann Fortgehtag. Obwohl es nicht so verlaufen ist wie geplant (wollten eig. einen DJ anhören, dann waren wir aber vorher noch was trinken und als wir um 12 dort waren, war schon das letzte Lied und wir haben alles verpasst), war es trotzdem noch sehr lustig und flüssig. Unterwegs war ich mit Peter und Judith, einer Bekannten von ihm, die auch aus Linz kommt:

Mittwoch war dann ein sehr entspannter, aber lässiger Abend. Ich war mit Patricia bei ihr im Gebäude schwimmen und danach haben wir es uns im Whirlpool noch gemütlich gemacht und uns super unterhalten, dabei auch etwas die Zeit vergessen und waren sehr zerschrumpelt zum Schluss. Bin sehr entspannt und erholt nach Hause gekommen.

Am Donnerstag waren wir (wieder) über das Goethe Institut bei einer Filmaufführung von 'Die Spielwütigen', anfangs war der Film etwas eigenartig, aber man kommt dann irgendwie rein und schlussendlich ist es wirklich ganz interessant. Erzählt sozusagen das Leben von 4 Leuten, die auf eine Berliner Film- und Theaterschule wollen und man verfolgt sie dann über 5 Jahre hinweg.

Freitags ist ja unser eigentlicher Fortgehtag, also waren wir wieder aus. Diesmal in einem Club namens 'This is London' in dem 'Princess Superstar' aufgelet hat. Für meinen Geschmack war das etwas zu elektronisch und etwas zu techno-ig, aber ich war gut drauf und daher hat mir das nicht ausgemacht und wir haben die ganze Nacht durchgetanzt.

Was mach ich hier? - tanzen

Dara (Arbeitskollegin und Zimmernachbarin) und ich

Dara, ich, Peter und eine Freundin von Judith

Dara und Peter beim 'shaken'

Wovon ich mich so ernähre
Meine Hauptnahrungsquelle ist: Pasta, in allen möglichen Ausprägungen und mit jeder Menge Extras (Pesto, Sauerrahm, Gemüse, Tomatensauce, und und und). Eine richte kanadische Ernährungsweise habe ich noch nicht rausfinden können, außer dass Fastfood hier auch sehr beliebt ist. Und dann was ganz traditionelles:

Hatte zwar erst 2 Hot Dogs, aber ich find die schon lecker, außerdem geht es schnell und man kann ihn sich mit Zutaten und Saucen füllen wie man will.

An die besten Eltern der Welt
Hier bedanke ich mich nochmal ganz offiziell dafür, dass meine lieben Eltern auch wenn ich tausende von Kilometern entfernt bin, an mich denken und an meine Liebe für Ostern. Gestern hab ich per Post mein Nestchen bekommen und mich riesig darüber gefreut. Jetzt muss ich nur noch jemanden finden, der es mir auch so gut versteckt wie meine Mama ;)

Sonntag, März 25, 2007

Schuhe, Shoppen & Co.

Was ich so gemacht habe
Ich war diese Woche mal mit 2 Arbeitskollegen im 'Biermarkt', dort gibt es Stiegl, ich bin aber dem belgischen Bier treu geblieben. War ein ganz nettes Lokal, aber mit, wie fast überall, überteuerten Preisen. Am Donnerstag habe ich mir dann mit Peter das 'Bata Shoe Museum' angesehen, welches sozusagen das Entstehen und Aufkommen der ersten Schuhe in so den meisten Kulturen erklärt. Am Anfang war es noch spannend, aber mit der Zeit hat man dann genug Schuhe gesehen. Ein paar Highlights gibt es hier:

Schuhe für Hunde

Wie ich so bin

Danach waren wir noch bei einer Freundin von Judith Steaks (und für mich Tofu) mit Salat, Erdäpfel und Baguette essen. Peter hat gekocht, war sehr lecker und hat super ausgesehen.
Freitag war dann gutes Wetter und wir waren mit einer anderen Arbeitskollegin was trinken und haben sie dann zum Friseur geschickt, bin schon mal gespannt wie sie am Montag aussehen wird und ob es ihr gefällt.

So, gestern war ich dann mit meinem Mitbewohner (Sören auf Hamburg) und einem Freund von ihm aus Köln in einem wirklich netten Einkaufszentrum, etwas außerhalb der Stadt. Sehr groß und sehr viel Auswahl, ein paar Eindrücke hiervon gibt es auch:

Abends haben wir uns dann in dem Haus von einer Bekannten vom Sören getroffen, auf das er diese Woche aufgepasst hat als sie weg war. Er war etwas lustig drauf:

Und danach waren wir noch weg im 'Republic'. Es wurde wieder vor dem Club angestanden, aber diesmal nur 30min. Drinnen war es sehr interessant. Die Musik war nicht so meins, aber ich konnte viele Leute beobachten, was ich ja liebe. Vielleicht sollte ich erwähnen, dass die Mädls hier etwas legerer fort gehen als wir es gewohnt sind, d.h. Frauen mit Miniröcken und weit ausgeschnittenen Tops sind keine Seltenheit. Waren schon hübsche Frauen dort, aber Männer gibt es anscheinend keine feschen, stört mich aber jetzt nicht so.
Auf dem Nachhauseweg hatte ich dann auch endlich meinen ersten (vegetarischen) Hot Dog, bei einem dieser typischen Stände, wo man sich selbst an Zutaten und Saucen drauf geben kann was man will. War sehr lecker.

Und heute? War ich wieder shoppen, diesmal mit Peter. Dabei habe ich mich in eine Hose verliebt, aber leider ist sie seeehhhhhr teuer (ca. 150€), ist wieder eine Miss Sixty, aber sieht sehr cool aus. Muss mich diese Woche noch entscheiden (bis dann bekommt man die Steuern als Tourist noch zurück, sonst wäre sie noch teurer). Phu, schierig.

Bier und Wein
Eine kurze Erklärung dazu, wie man hier Alkohol kauft: Alkohol gibt es nicht im Supermarkt wie bei uns, sondern es gibt eigene Geschäfte dafür. Einmal gibt es den 'LCBO' für Wein und Spirituosen und dann noch den 'Beer Store' für... was wohl? Die beiden haben in Kanada ein Monopol, das heißt man bekommt alles nur dort.

Unser neues Auto
Heute hab ich von meinem lieben Papa Fotos von unserem neuen Auto geschickt bekommen. Es soll unseren Passat ersetzen. Es ist ein Citroen C4 Coupé by Loeb (Rallye-Weltmeister), hat Tempomat, Klima-Automatik, 17 Zoll Alufelgen, Dieselmotor mit 110 PS, Dieselpartikelfilter und vieles mehr. Und so sieht der Kleine aus:

Typisch Österreichisch
Nun habe ich es endlich geschafft und mir DEN Film angesehen, von dem alle Nicht-Österreicher immer reden, wenn man im Ausland ist: The Sound of Music. Ganz spannend, ähem. Ja, viel Natur, viel Herumgesinge und eine große, glückliche Familie. Und das läuft in Kanada jedes Jahr vor Weihnachten, sprich JEDER kennt es. Und in Österreich? Wer hat das da bloß schon gesehen?

Samstag, März 17, 2007

Links, jede Menge Links

Eine nicht recht ereignisreiche Woche

Nicht so viel ist passiert diese Woche, ich war im Kino, schwimmen, in einem österreichischen Restaurant und Kuchen essen und es hat (wie auch in Österreich, denke ich zu mindest) einen Wintereinbruch gegeben. Es begann alles am Montag, als wie uns '300' anschauten. Was ich dazu sagen kann: man muss Blut sehen können, sich auf lauten Ton und keinen Inhalt gefasst machen und recht viel mehr gibt es da nicht. Dann war ich 1x sportlich diese Woche, bin 2,5km geschwommen, da ich dachte das Becken hat nur 15m, hatte mich aber geirrt, war trotzdem okay. Nach der Arbeit am Freitag bin ich dann mit den Touristen (aus der Ö-Werbung) in ein österreichisches Restaurant gegangen und wir haben mit dem Chefkoch dort was getrunken. Und heute war ich mit einer deutschen Freundin in einem süßen Kaffe, habe eine Mega-Schokotorte gegessen:

Patricia nur einen Käsekuchen (Topfentorte):

Außerdem hat es in der Nacht etwa 5cm geschneit, gerade wo der ganze Schnee mal weg war. Bin schon gespannt, wie lange diese Minustemperaturen noch anhalten...

Und für alle, die daran interessiert sind zu erfahren, was mein lieber Freund denn so tut, die können folgendem Link folgen und sich ansehen, wie er die Welt des Film- und Showbusiness erobern will:
http://www.youtube.com/watch?v=hpJot8JqyxU

Und für Leute, die wissen wollen, was Österreich und Deutschland unterscheidet gibt es diesen Link:
http://www.youtube.com/watch?v=hcAKP3cpRiM

Hilfe, die Wanzen kommen

Jetzt ist es ja doch noch spannend geworden... Nachdem ich gestern einen Ausschlag bekommen hab am Morgen und nicht wusste woher und das immer schlimmer geworden ist, bin ich heute zum Arzt gegangen. Die Diagnose: bed bug bites (ja, ich weiß, eine schöne Alliteration, aber so schön ist das dann wieder auch nicht), also Bisse von Bettwanzen. Jucken tierisch und sollten in einer Woche weg gehen. Habe 50$ für den Arzt und 40$ für Medikamente zahlen müssen, hoff das hat sich ausgezahlt. Außerdem habe ich heute mein ganzes Zimmer gereinigt, die Bettwäsche noch mal gewaschen, überall ekelhaft stinkendes Insektengift versprüht und zwar ganz heiß und die Matratze gesaugt. Dabei ist mir kein einziges dieser Biester untergekommen. Hoffentlich sind die jetzt weg.

Sonntag, März 11, 2007

Niagara... ähem

Kurze Vorgeschichte: Am Freitag waren Peter und ich zum ersten Mal wirklich weg, im 'Drake Hotel'. Leider sind wir etwas zu spät gekommen (gegen 0.30) und daher mussten wir Schlange stehen. Das machen die Clubs hier anscheinend gerne, um zu zeigen, wie beliebt sie nicht sind. Das ganze dauerte ziemlich lange, also fast eine Stunde, aber dann waren wir endlich drin. Der Club war ganz okay, wir haben viel getanzt und sind bis zur Sperrstunde um 4 geblieben (dazu gehört erwähnt: viele Clubs sperren sogar schon um 2 oder 3 zu, der ist schon eine Ausnahme).

Der Samstag war dann zum Ausschlafen da und danach waren wir noch in der Eaton Mall, ein mit dem Untergrund vernetztes Einkaufszentrum auf 4 Stockwerken:

Im Apple-Shop haben wir uns eine Stunde lang alle Programme und Funktionen erklären lassen, die da so mitgeliefert werde, da Peter überlegt sich einen zu kaufen. Und die Shops sind auch sehr stylish und einer hatte sogar einen eigenen DJ:

Heute waren wir dann - wie der Titel schon verrät- bei den Niagarafällen. Naja, die Wasserfälle sind ganz okay, ein wenig beeindruckend schon, v.a. wegen den momentanen Eismassen, aber der Rest, das Ambiente und so, sind sehr, sehr unbeeindruckend, bzw. abschreckend. Zuerst ein paar Eindrücke vom Wasserfall selbst:


Und jetzt zum Rundherum: Dieses 'Städtchen' Niagara Falls besteht nur aus Fastfood-Restaurants, Casinos und Attraktionen. Also ein wenig vergleichbar mit einem amerikanischen Prater, aber einfach ohne jeglichen Reiz. Und das eigenartige ist, dass das gleich 20m hinter den Fällen beginnt, also auf der kanadischen Seite.

Über eine Brücke konnte man in die USA, allerdings haben wir das nicht gemacht. Am Abend sind wir dann von Bekannten vom Peter abgeholt und nach Toronto mitgenommen worden, mit kleinem Zwischenstopp in einem Pub im - weitaus schöneren Namensvettern - Niagara on the lake, ein kleines Städtchen mit schönen Restaurants und kleinen Shops.

Mittwoch, März 07, 2007

Alles über Kino & Konsum

Zuerst einmal war ich im Kino 'The life of others' ansehen (der deutsche Film, der den Oscar für den besten ausländischen Film erhalten hat) und ich kann nur sagen: sehr weiterzuempfehlen. Hat mir wirklich gut gefallen. War sehr spannend und interessant. Drinnen war ich übrigens mit Patricia, einer Deutschen, die ich über einen WU-Typen kenne, der auf Isas Sponsionsparty war (sehr kompliziert, ich weiß).

Dann zur Konsumgesellschaft Hier gibt es einfach an jeder Ecke und einfach überall Sachen zu essen und man wird ständig dazu verlockt etwas zu kaufen. Leider gebe ich dieser Verlockung viel zu oft nach. Ein Beispiel: ich war schon 5x beim Starbucks, so oft war ich in Österreich noch nie in einem. Außerdem war ich schon Sushi essen, koreanisch, Burger, beim Subway und bei einem Italiener. Und das alles in grad einmal 1,5 Wochen. Am Besten hat mir aber bis jetzt der Koreaner gefallen. Dort gab es ein all-you-can-eat Buffet (für mich leider nix) mit 3 Sorten Fisch und ca. 8 Sorten Fleisch, das man zu Tisch gebracht bekommt, begleitet von ca. 8 verschiedenen Beilagen. Das ganze brät man dann selbst am in der Tischplatte integrierten Grill und man kann so viel nach haben wie man will. Das ganze kostet etwa 10€ abends, mittags ist es billiger. Und damit man sieht, wie viel Spaß das ganze macht, auch ein paar Bilder:

Aber es wird noch einiges folgen, hier ist einfach jede Nation vertreten und daher gibt es so viele und so gute Restaurants. Wollen unbedingt noch ins Panorama, ein Restaurant im 51. Stock und auf den CN-Tower.

Eigen, eigen:Anfangs dachte ich, dass hier einfach niemand sich an Verkehrsregeln hält, bis Peter mich aufklärte. Es ist nämlich erlaubt, dass man bei rot rechts abbiegt. Etwas gewöhnungsbedürftig...

Erschreckend
ist die Zahl der Obdachlosen hier. Angeblich wollen das etliche von ihnen, da es auch die Möglichkeit geben würde in Heime zu gehen, allerdings sind diese weiter außerhalb. Auf jeden Fall sind die bei jeder Temperatur draußen, liegen oft auf den Straßen, in Schlafsäcke oder Decken eingewickelt und man kann sich gar nicht vorstellen, wie die es so lange aushalten bei der eisigen Kälte (gestern: -24°C, gefühlte Temperatur: unter -30°C).

Samstag, März 03, 2007

Ein Bekannter - Ausgepowert

Zuerst ein kleiner Nachtrag von meiner letzten Österreichwoche:

Spieleabend bei Iris und Gernot in Krems

Und jetzt ein wenig mehr über die Arbeit
Die Wirtschaftskammer, bestehend aus dem Handelsdelegierten, seinem Stellvertreter und 3 Mitarbeiterinnen, teilt sich das Büro mit dem Konsulat (1 Frau) und der Österreichwerbung (1 Frau + 1 Praktikant). Der Praktikant der Österreichwerbung studiert das gleiche wie ich, allerdings ein Semester unter mir, und wir haben uns daher schon gekannt (für Insider: es ist Hannes Nussdorfer). Peter und ich haben 2 getrennte Arbeitsplätze, die wird tage- oder wochenweise tauschen sollen. Einer ist an der 'Rezeption', also mit Betreuung des Telefons und der Tür, und einer ist in einem Meetingraum an einem Laptop.
Bis jetzt beinhaltet die Arbeit v.a. Eintragungen in eine Kontaktdatenbank und das Kontrolllesen von Dokumenten. Später werden dann noch Marktrecherchen und Eventorganisation hinzukommen, aber da müssen wir noch drauf warten.

Nach der Arbeit waren wir (Peter und ich) am Freitag übrigens noch aus, hatten aber anfangs nicht viel Glück. Sind einfach den Anweisungen unserer Stadtführer gefolgt und haben in einer bestimmten Gegend nach Bars und Pubs gesucht, vermutlich waren wir aber etwas zu südlich und daher hat das über eine Stunde gedauert. Noch dazu beim ärgsten Schneesturm, Eisregen und was weiß ich was. Echt ein Wunder, dass wir noch nicht krank sind. Schlussendlich ist es dann ein Pub mit dem Namen 'Irish Embassy' geworden und war dann auch wirklich nett dort.

Und für alle, die sich unter dem Namen Peter nix vorstellen können, da isser:


Mein neues Fitnesscenter - YMCA

Heute war ich zum 1. Mal in meinem neuen Fitnesscenter, gleich bei mir ums Eck. Habe (nach dem Vorweisen von einigen Dokumenten, dass ich nix verdiene) eine Ermäßigung erhalten (statt 54 nur 27 Dollar, was etwa 18€ entspricht). Habe mit einem Kurs (Capoeira) begonnen und daher bin ich etwas geschlaucht. Ist vor allem in die Beine gegangen und Stiegensteigen ist jetzt etwas anstrengend. Aber war sehr interessant. Dauerte 2 Stunden, haben nach dem Aufwärmen einige Tanz-/Kampfschritte ausprobiert, dann zu zweit geübt und am Schluss sind wir in einem Kreis gesessen, haben gesungen, es wurde musiziert und in der Mitte haben sich immer 2 Leute duelliert (kämpfen ohne Berührung).

Donnerstag, März 01, 2007

Erster Arbeitstag

Gestern war ein wunderschöner Tag und ich bin stundenlang in der Stadt herum gelaufen, um einmal ein bisschen Orientierung zu gewinnen bevor ich in das Arbeitsleben stürze. Ich war sowohl in Downtown und bin einige Shoppingstraßen abgegangen, bis runter zum Lake Ontario, habe China Town gesehen, Leute beim Eislaufen beobachtet und war anschließend noch in der Art Gallery. Ein paar Bilder von dieser Tour folgen:

Ganz lustig finde ich die unterschiedliche Beschriftung der Straßenschilder hier. Je nach dem wo man sich aufhält sind sie der Umgebung nach gestaltet. 2 Beispiele dafür:

Heute war dann mein erster Arbeitstag. Ging ganz locker an, haben ein paar kleine Tätigkeiten ausgeführt, alle Leute kennen gelernt und am Nachmittag die von Peter mitgebrachte Linzertorte verspeist. Während der Zeit im Büro hat das Wetter etwas verrückt gespielt, es gab einen Schneesturm und hat sicher 20 cm Neuschnee gegeben, demensprechend sah auch der Verkehr aus. Ich habe die sichere Variante gewählt und mich durch die im Untergrund verschlungenen Gänge (natürlich alle mit unzähligen Essensgeschäften gesäumt) zur nächsten U-Bahnstation geschlichen, um dem zu entkommen.

Ich an meinem 1. Arbeitstag

Eine weitere U-Bahn-Anekdote habe ich auch noch bezüglich der Durchsagen in den U-Bahnen und den Bussen. In den Bussen wird das direkt vom Busfahrer übernommen, der die Stationen einfach so vor sich hinmurmelt, manchmal haben die aber auch keine Lust und dann weiß man halt nicht, wo man gerade ist, in den U-Bahnen nehmen die das dafür umso genauer und sagen jede Station 4 mal an. Das klingt dann so: 'Ossingtion - Ossington Station - Arriving at Ossington - Ossingtion Station', aber nicht mit Pausen oder so, nein, in einer Wurscht durchgesagt.

Mein Metropass und die berüchtigten Tokens

Ein großes Minus bekommt Kanada von mir für die Steuern. Nicht dass sie so hoch wären, aber sie werden nicht angeschrieben. Also egal ob man etwas beim H&M kauft, oder sich einen Burger vom Mc Donald's holt, man zahlt immer den Preis + Aufschlag. Wobei man meist nicht weiß wie viel das ist, weil es so viele verschiedene gibt. Es gibt die 'provincial tax', die 'federal tax' und dann noch eine extra Alkoholsteuer. Für jedes Produkt kommen andere zur Geltung, also sehr kompliziert und nicht wirklich logisch. Sonst sind die Preise aber soweit ganz okay.