Freitag, Juni 29, 2007

Ecuador II

Nariz del Diabolo
Gluecklicherweise konnten wir noch die letzten Tickets fuer eine ganz spezielle Zugfahrt ergattert, die jedoch nicht mehr so ganz speziell ist. Landschaftlich war es sehr toll, allerdings darf man seit einerm Monat oder so nicht mehr auf dem Dach des Zuges sitzen, da laut Erzahelungen 2 Japaner oder Asiaten (sagen wir mal Leute asiatischer Herkunft) aufgestanden sind und ein Tunnel oder ein Telefonkabel (sagen wir mal ein Hindernis) sie gekoepft hat.



Chimborazo
Mit ueber 6800 m der hoechste Berg Ecuadors und wir waren (fast) ganz oben. Wir sind mit einem Auto auf 4700 m gebracht worden, dann ging es zu Fuss auf 5000 m gewandert, was zu den anstrengensten Dingen zaehlt, die ich je gemacht habe. Vielleicht hat der Luftmangel auch eine Rolle gespielt, aber vor allem war es das “Durch-den-Schnee-stapfen” mit nicht so guten Wanderschuhen und bei eisiger Kaelte und der Hauptgrund war wohl der Wind, der einem den Schnee ins Gesicht geblasen hat, dass es sehr weh getan hat. Nach der Anstrengung gab es eine kleine Staerkung und dann ging es auf die Raeder, fertig, los und runter den Berg.




Canoa
Unser erster Strandurlaub ist etwas ins Wasser gefallen, daher waren wir in diesem kleinen Staedtchen nur ganz kurz und haben uns gleich auf den Weg weiter in den Sueden gemacht, nach...


Montañita
Wo etwas mehr los ist und sich im Wasser die Surfer nur so tummeln. Cocktails haben wir gestern getrunken fuer 1,50$, wobei die Happy Hours hier um 18.00 starten und bis zum Barschluss hin durchgehen. Mal schauen, wie lang wir hier haengen bleiben.



Whale Watching
Heute waren wir mit einem Boot draussen am Meer und haben uns auf die Suche nach Walen gemacht, welche auch erfolgreich war. Haben ein paar Gruppen von Buckelwalen gesehen, nur springen wollte keiner fuer uns.



Geld
Damit man sich vorstellen kann, wie das Geldausgeben hier so ist im Vergleich zu meinen Erfahrungen mit den Staaten: Das teuerste Zimmer, das wir bis jetzt zu zweit hatten war 15$ (die haben US Dollar hier als Waehrung). Mittasgsmenues gibt es ueberall fuer 1,50 – 2,50 $ mit Suppe, Hauptspeise und oft noch einem Getraenk. Nur Ausfluege und Trips sind halt meist etwas teurer.

Das Erlebnis Busfahrt – Fortsetzung
Nach etwa 30$ Ausgaben an Busfahrten und demensprechend etwa 30 Stunden Fahrt haben wir noch mehr Geschichten zu berichten. Die Fahrt aus Baños raus beispielsweise hat sich als nicht ganz so leicht herausgestellt, obwohl wir unter den wenigen Gluecklichen waren, die ueberhaupt die Stadt ohne groessere Umwege verlassen konnten. An einer Stelle mussten alle Passagiere den Bus verlassen, der Bus ist alleine ueber einen Erdrutsch auf der Strasse gefahren, die Leute sind alle nachgerannt (ja, wirklich gerannt) und wieder eingestiegen.
Bei einer anderen Busfahrt wurden wir von einer Strassensperre ueberrascht und mussten aus dem Taxi, das uns von einer Station zur anderen bringen sollte, in einen kleinen Truck und in einen weitern umsteigen, um dann zum Bus zu gelangen. Die Strassensperren waren sehr lustig gemacht, mit 2 querstehenden Bussen bzw. einem langen LKW Anhaenger oder einfach aufgeschuetteter Erde. Der Grund der Sprerre war nicht wirklich auszumachen, vermutlich zu schlechte Strassen, aber gearbeitet wurde trotzdem nicht daran.

Freitag, Juni 22, 2007

Ecuador I

Quito
Seit fast einer Woche sind wir jetzt in Ecuador und unser erster Stop war die Hauptstadt. Diese liegt auf 2850 m Hoehe und ist somit nach La Paz, welches wir auch noch besuchen werden, die zweithoechste Hauptstadt der Welt. Ueberhaupt ist diese Stadt ziemlich beeindruckend, denn sie erstreckt sich auf einer Laenge von 30km und ihr alter Stadtkern wurde zum Weltkulturerbe ernannt. Wir haben uns das Ganze von oben angesehen und wollen euch den Blick nicht vorenthalten:



Ausserdem haben wir auch ueber Bekannte ein paar Leute in Quito kennen gelernt und diese getroffen. Mit ein paar Maedls waren wir Mittagessen und auf einem Markt und sind jetzt mit Freundschaftsbaendern in den ecuadorianischen Farben ausgestattet.









Das Erlebnis Busfahrt
Gleich nach der Ankunft am Flughafen haben wir eine ganz neue Erfahrung mit Bussen gemacht. Die Richtung wird naemlich nicht angeschrieben vorne, sondern von einem so (von uns) genannten "Schreier" ausgerufen, der bei der offenen Tuer herausschaut. Fahrkarten sind sehr billig, in der Stadt 25 Cent und am Land kann man mit 1$ pro Stunde Fahrtzeit rechnen. Auf Langstrecken ist es sehr lustig, dass staendig Leute mit Koerben zusteigen, die irgendwelche Dinge (meist Essen, oft aber auch eigenartige Wunderheilmittel) verkaufen wollen. Diese bestechen auch oft den Fahrer, damit sie ein Stueckchen mitfahren koennen. Bei so gut wie allen Fahrten waren wir ausserdem die einzigen Touristen und manchmal kommt man sich da schon ein bisschen wie im "Zoo" vor. Man muss sich auch schon ein wenig auskennen, wenn man Bus faehrt, da es keine wirklichen Haltestellen gibt, man steigt ein und aus wann man will und die meiste Zeit faehrt man ausserdem auf Strassen, die bei uns eher als Schotterwege durchgehen wuerden.





Urwald Amazonas
Die erste lange Busfahrt hat uns zu unserem 2. Stop gebracht, zu einem kleinen Dorf im "Oriente", dem Urwald in Ecuador. Das Dorf bestand eigentlich nur aus einem Mann mit seinen 2 Kindern und unserem Fuehrer, der uns durch den Regenwald, zu einer einheimischen Familie und zu einer Art Zoo (einer Auffangstation fuer Wildtiere, die mal Haustiere waren oder auf Maerkten verkauft werden sollten) gebracht hat. Wir waren die einzigen Touristen dort und ich musste all meine Spanischkenntnisse ausgraben, damit wir uns einigermassen verstaendigen konnten. Dort haben wir einige eigenartige Dinge probiert, wie "Chicha", von dem wir bis jetzt nicht wissen was es ist, Schokolade, die man auch am Bild unten sieht (mit der gelben Huelle) und die sehr, sehr "schlatzig" ist und eigenartig schmeckt, da man den Kern selbst ja nicht isst, haben Bemalungen und ich eine Krone gebastelt bekommen, mussten ohne Elektrizitaet 2 Naechte Lang ueberleben und sind in einem urigen Kanu gefahren, wobei wir sehr fuerchteten, jeden Moment umzukippen.






Baños
Zum Wandern oder Radfahren sind wir eigentlich in dieses kleine Staedtchen gekommen, das sehr touristisch aufgezogen ist. Es besteht eigentlich nur aus Internetcafés, Waescherein, Restaurants und Hostels. Da das Wetter es hier nicht gut mit uns meint, mussten wir unsere Plaene ueber den Haufen werfen und werden jetzt am Nachmittag wohl in einem Thermalbad entspannen bevor es morgen weiter nach Riobamba geht.

Freitag, Juni 15, 2007

Costa Rica

Jetzt bin ich mal in der Mitte des Kontinents. Costa Rica stand ja anfangs nicht auf meinem Reisplan, aber da ich sowieso einen stop-over hier gehabt habe, habe ich diesen mal um 4 Tage Aufenthalt verlaengert.
Habe auch einiges hier gesehen und erlebt. Am ersten Tag stand eine Stadtbesichtigung auf dem Programm, aber ziemlich schnell habe ich herausfinden muessen, dass die Stadt nicht wirklich etwas zu bieten hat. Gibt gerade mal einen Block mit ein paar aelteren Gebaeden, eine Einkaufsstrasse und das war es so ziemlich.

Die naechsten beiden Tage habe ich dann eine Tour gebucht gehabt nach Tortuguero, einen Ort an der karibischen Kueste. Nach ca. 5 Stunden Fahrt mit dem Bus und 2 Stunden im Boot bin ich mit der Gruppe dann angekommen in einem wunderschoenen Komplex mit kleinen Bungalows, hatte ein Zimmer mit 2 Doppelbetten fuer mich ganz alleine, wobei die Betten so herzig gemacht waren und die Handtuecher in Schildkroetenform gefaltet waren. Dann ging es nach dem Mittagessen gleich auf zu einer Dschungeltour, bei welcher wir leider nur ein paar Affen, Kroeten und Fledermaeuse gesehen haben. Hatten aber die Gelegenheit einige Pflanzen und Beeren und Fruechte des Waldes zu probieren und die beiden Maenner in der Gruppe haben sich auch darueber getraut, Termiten zu Essen. Mir hat es ein wenig zu sehr davor geekelt und ausserdem bin ich ja auch Vegetarier, ja!

Am zweiten Tag wurden wir dann sehr frueh geweckt, sodass ich sogar den Sonnenaufgang bewundern konnte und danach auf eine Kanaltour gegangen bin, dabei haben wir einen Kaiman gesehen, ein paar Schildkroeten und jede Menge Voegel. Nach dem Fruehstueck war schon wieder die Abreise angesagt und ich musste dieses kleine Paradies verlassen.









Fuer heute war dann noch nichts geplant, aber ich habe im Hostel einen Burschen getroffen, dessen Freunde einen Tag verspaetet ankommen und mit ihm einen Raftingtripp gebucht. War sehr spannend, waren sicher ueber 4 Stunden im Wasser insgesamt. Einige Stromschnellen waren ganz schoen heftig, sodass sogar unser Bootsfuehrer einmal von Bord "gegangen worden ist".

Morgen geht es dann schon weiter nach Ecuador, wo ich meinen Bruder treffen werde, um die Reise im Sueden fortzusetzen.

Montag, Juni 11, 2007

Southern California

Die Zeit im Van

Als wir das Auto in L.A. abgeholt haben, haben wir uns mal gleich auf den Weg Richtung Norden gemacht. Unser erster Stop war Santa Barbara, weil ich davon nur Gutes gehört habe und wir haben uns wahrhaftig ein bisschen in dieses Örtchen (mehr als 80 000 Einwohner) verliebt. Super schöne Gebäude gibt es dort und die Straßen sind alle mit Palmen gesäumt und am Meer liegt die Stadt auch noch. Am 2. Tag waren wir Reiten in der Gegend (auf echten Pferden).

Dann waren wir auch noch am Malibu Beach, um ein paar Rettungschwimmer auszuchecken und in Santa Monica herumlungern. Mehr Action haben wir danach in einem riesigen Vergnügungspark, Six Flags, gesucht, der eigentlich nur aus Achterbahnen besteht. Gleich die erste Bahn war sehr heftig, aber dann sind noch etwa 10 weitere gekommen. Und so viele Loopings und so viel Gerumgerüttle und Geschmeiße hatte ich in meinem ganzen Leben noch nicht.

Auch in L.A. sind wir herumgecruist, durch Hollywood, Beverly Hills und Bel Air, eigentlich nur auf der Suche nach dem Mulholland Drive, den wir dann schlussendlich auch gefunden haben. Schon ganz beeindruckend die "Häuschen" in der Gegend. Spontan sind wir auch zu einem sogenannten "open house" gefahren. Hatten nicht wirklich abgesprochen, was wir so offenbaren und als der Makler dann auch noch ein Deutscher war, waren wir etwas aufgeschmissen ;) Ich glaub er hat mitbekommen, dass wir uns ein haus für 1,3 Millionen Dollar nicht ganz leisten können, war aber trotzdem sehr nett und hat uns herumgehen lassen.

Morgen geben wir dann das Auto zurück (eine kleine Bemerkung zum Auto: es hupt wenn man es zusperrt, was soll denn das?) und ich mache mich mitten in der Nacht auf den Weg nach Costa Rica, zum 3. Teil meiner Reise. Ab jetzt wird es dann keine super Bilder mit einer super Kamera und mit super Bearbeitung geben. Sorry Kids.

Österreich rockt

So viele Eindrücke, die mich an mein Heimatland erinnert haben in der letzten Woche: ein Restaurant mit dem Namen "Wiener Schnitzel", ein Lied von Bauchklang in CSI und dann sogar eine Fahrt in einer Bergbahn aus Korneuburg mit dem Namen "Orient Express" im Vergnügungspark.

Mittwoch, Juni 06, 2007

Las Vegas

... die Stadt der vielen bunten Lichter, der dem Glücksspiel Verfallenen, der Magie- und Hypnoseshows und der Buffets, die wir nach einer langen, langen Busfahrt (15 Stunden) erreicht haben. Einige kleine Hotelprobleme mussten wir überwinden, bis wir schließlich in unserem 'Wild Wild West' Hotel mit eigenem Pool und Casino gelandet sind.

Das Ziel eines jeden Casinos scheint es, irgendetwas zu bieten, das die Leute anzieht (natürlich abgesehen von den vielen Lichtern), ob es nun ein riesiger Teich mit Wassershow oder Vulkanausbruch, einer Piratenshow ist, oder einfach 'nur' Zirkusattraktionen sind. Außerdem wird auch mit großartigen 'all-you-can-eat' Buffets um Gäste geworben, wobei mir dann nach dem X-ten Teller doch schon etwas schlecht geworden ist.

Von all den Shows die sonst so angeboten werden (Chippendales, Thunder from Down Under, Zauberer, Stomp, halbnackte-Frauen-Shows, Rittershows,...) haben wir uns eine Hypnoseshow ausgesucht. Ich habe mich auch freiwillig gemeldet bei dem Spektakel mitzumachen, weil ich der Überzeugung war, dass das funktioniert und Matze das mal beobachten wollte. Allerdings hat das nicht ganz so geklappt wie erwartet: Matze ist nun von der ganzen Sache vollkommen überzeugt und ich bin es nicht mehr so ganz, bei mir hat es nämlich überhaupt nicht geklappt, habe einfach nur bei den ersten Dingen mitgemacht und wurde dann eh wieder ins Publik geschickt (glücklicherweise, bei den letzten 'Übungen' hätte ich eh um keinen Preis mitmachen wollen). Eine unserer Vermutung ist, dass vielleicht die Sprache ein Problem war, weil ich mich ja doch konzentrieren muss, wenn ich etwas auf Englisch höre und daher vielleicht nicht so richtig entspannt war.

Was Las Vegas sonst noch zu bieten hat: den lustigsten Busfahrer im schlechtesten öffentlichen Transportsystem in den Staaten. Nachdem einer die nächste Station angesagt und die Umsteigemöglichkeiten aufgezählt hat, sagt er 'diese Nachricht wird sich in 5 Sekunden zerstören'... Countdown... bumm...

Jetzt geht es mobil weiter... mit unserem... Mini-Van!!!!