Das letzte Wochenende war wohl das schönste Wochenende überhaupt und meine besten 2 Tage bisher waren es wahrscheinlich auch. Das Wetter hat einen nur so zum draußen sein motiviert und trotz einschmieren habe ich einen Sonnenbrand bekommen, aber das ist zweitrangig. Es hatte angenehme 25 Grad und kein Wölkchen war am Himmel zu sehen. Am Samstag bin ich mit Dara und ihrer Tochter auf die Insel vor Toronto im Lake Ontario gefahren. Wir hatten Fahrrad, Inline-Skates und einen Kinderwaagen dabei und so haben wir uns sportlich fortbewegt. Die Insel ist eher so ein Erholungspark mit Stränden, Kaffees und jeder Menge GRÜN.
Nachdem wir die Fähre zurück auf das Festland wieder nur kurz verpasst hatten und, endlich angekommen, dann genau das Raptors Spiel (Basketball) aus war, sind wir erst mit einer Verspätung in Bloor West Village, Daras Lieblingsstadtteil in Toronto, angekommen. Dort waren wir in einem netten Restaurant essen und ich habe eine sehr eigene, aber leckere Salatvariation (mit Nüssen und getrockneten Marillen und Rosinen und Blattsalat) gegessen.
Gleich darauf bin ich schon zu meinem nächsten 'Termin' geeilt, hatte mir nämlich ausgemacht, mit Patricia laufen zu gehen. Ein Freund von ihr, Jo, war auch mit. Nachdem Patricia dann mit ihrem Freund ins Musical gegangen ist und Jo und ich noch nichts vor hatten, sind wir in die Panorama-Bar gegangen. Das hatte ich schon länger vor, aber das Wetter war nie überzeugend. Schlussendlich war es die richtige Entscheidung zu warten, denn wir haben den perfekten Tag erwischt. Waren auch schön vor Sonnenuntergang oben, haben uns draußen superbequeme Riesensessel reservieren können und neben dem Cocktail-Schlürfen den Lichtern der Stadt beim Angehen zusehen können. Vom Stil her waren wir ja nicht sehr angepasst, etwas 'under-dressed', hat uns aber nicht gestört.




Um den abendlichen Hunger zu stillen, war ich dann zum 1. Mal bei Taco Bell. Von dem Burrito war ich ja nicht so überzeugt, aber die Erdäfel waren ganz gut. Mein Lieblingsessen wird das aber wahrscheinlich nicht werden. Gestärkt haben wir uns dann wieder mit Patricia getroffen, um auf eine Hausparty von einer Studienkollegin von ihr zu gehen. Dort habe ich dann zufällig ein Pärchen aus Wien getroffen, wobei das Mädl IBW studiert und er Management Science, beide auf der WU. Schon wieder ein ganz schöner Zufall, v.a. wenn man bedenkt, dass es vielleicht ein paar Hundert Leute geben, die dasselbe studieren wie ich. Nachdem sich die Party dann ein wenig aufgelöst hat, sind wir noch in einen Reggae Club gegangen, wo wir ziemlich der Nicht-Schwarzen Minderheit angehörten. Schon von draußen hab man sehr starke Duftwolken (Räucherstäbchen) gemerkt und drinnen waren die Leute sehr lustig drauf. Lange sind wir nicht geblieben, aber zu ein paar Liedern haben wir schon mitgeshaked.
So, und alles bis jetzt war nur ein einziger Tag(wollte ich nur noch mal hervorheben) und der Sonntag war ähnlich ereignisreich. Morgens bin ich mit Jo zu den Beaches gefahren, naja, eigentlich war morgens um 13.00. Haben uns dort gleich mal einen Eisbecher Ben and Jerry's gegönnt, was uns Patricia empfohlen hat. War wirklich sehr lecker und ich hab schon den Neid von Isa eingefangen, weil ich ihr davon erzählt habe und das anscheinend auch ihre Lieblingseismarke ist.
Auch danach habe ich das Wetter noch genossen und war auf der Queen St. window-shoppen. Es war super viel los und die Leute waren alle gut drauf. Diese Einkaufsstraße hat eher ausgeflippte Läden und daher war auch das Publikum ähnlich, alle unter 30, gut angezogen und in guter Stimmung. Gab viele Stände und Verkäufer auf der Straße, Trommler und Hot-Dog Verkäufer. Dabei habe ich auch Fotos von 2 Attraktionen gemacht:
Gleich darauf bin ich wieder zu Patricia, wo ein BBQ Abend auf der Dachterrasse im 22. Stock geplant war. Haben jede Menge Essen vorbereitet. Es gab Nudelsalat, Erdäpfelsalat, gemischten Salat, Burger (für uns Veggie-Burger) und als Nachspeise Erdbeeren. War ein sehr internationaler Abend mit Studienkollegen von Patricia aus aller Welt.
Mjam
Die Aussicht von da obenMittwoch war dann unsere lang geplante "Austrian Annual Wine Fair", wobei 40 verschiedene österreichische Winzer in irgendeiner Form vertreten waren und ihre Weine von über 250 Besuchern gekostet wurden. Einen kleinen Eindruck davon sollen die nächsten Bilder verschaffen:



Nach dem Weinevent durften wir noch mit zum Feiern des Erfolgs in ein nettes Restaurant. Gab sehr leckere Speisen und guten (österreichischen) Wein. Mit einigen der Winzer, dem Chef des österreichischem Weinmarketings und unserem Boss sind wir dann noch in die Panoramabar gefahren. Lustigerweise zum 2. mal in nicht einmal einer Woche für mich, obwohl ich davor schon 2 Monate versucht habe, endlich mal hin zu gehen. Die Stimmung war allerdings unter der Woche eine ganz andere dort und diesmal waren wir eindeutig over-dressed, da wir in Anzügen von der Veranstaltung gekommen sind. Das Hauptpublikum aber an diesem Abend Touristen mit Jeans waren.
Nun ist der Ernst des Lebens angesagt, ich muss alles für die Reise vorbereiten. Dabei werde ich ohne Laptop unterwegs sein, daher muss ich mir überlegen, was ich denn so brauchen könnte in den nächsten 3,5 Monaten und wo ich mir diese Dinge speichern könnte. Außerdem muss ich schon packen und Wäsche waschen, Unterlagen aussortieren und, und, und. Entscheidungen, über Entscheidungen, was denn mit kommt und was wieder nach Hause muss...
Etwas Gutes hat die Sache allerdings schon, nämlich dass man beispielsweise auf seinem USB-Stick Bilder findet, von denen man gar nicht wusste, dass man sie hat. Und weil mir das so ging, will ich euch das nicht Vorenthalten. Kurz zur Erklärung: Letzes Jahr hab eich am Life-Ball gearbeitet (Bänder verteilt) und danach durften wir dann gratis rein. War ein cooles Erlebnis und beim Arbeiten durfte ich schon die besten Verkleidungen überhaupt bestaunen, da alle Style-Tickets von uns in Zusammenarbeit mit der Style-Police ausgegeben wurden.
Ausblick - wie es weiter geht
Am 1. Mai treffe ich Matze in Boston, dort bleiben wir bis 5. Mai, dann sind N.Y. und Washington dran. Weiter geht es am 21. Mai nach Miami für 4 Tage und dann an die Westküste für weitere 2,5 Wochen. Nach einer schwierigen Verabschiedung werde ich dann Costa Rica für 4 Tage besuchen, um mich dann mit meinem lieben Bruder Mitte Juni in Ecuador zu treffen. Er reist 5 Wochen lang mit mir herum, um dann von meiner Cousine Liesi für die letzten 3 Wochen abgelöst zu werden. Mittendrin kommt noch Melly vorbei und leistet uns Gesellschaft. Langweilig wird mir also nicht werden und jede Menge Kumpanen und Co-Autoren und Zweitfotografen habe ich somit auch im Schlepptau.
Das die Leute hier, in Kanada, sehr patriotisch sind merkt man nicht nur beim Sport, sondern auch bei ganz anderen Dingen:





