Wir haben beim Zugbuchen in Cuzco zwei Hessen kennen gelernt, die auch etwas planlos waren, nachdem die Zuege nach Machu Picchu fuer 5 Tage gestrichen wurden. Also haben wir uns wieder mit ihnen getroffen und weitere Plaene ausgeheckt. Im Endeffekt haben wir es geschafft, eine 4-Tagestour zu buchen, die einen Tag mountainbiken, 2 Tage radfahren und den kroenenden Abschluss: einen Besuch des Machu Picchu beinhaltet. Der Abend vor der Tour war auch noch ganz nett, da wir in einer grossen Gruppe mit 6 oder 7 Leuten durch die Bars und Clubs von Cuzco gezogen sind und Freigetraenke eingeloest haben, die sie uns ueberall nachgeschmissen haben. Dann gab es allerdings nur 2 Stunden Schlaf bis zum Start der Tour. Am ersten Tag wurde uns leider gleich ein Strich durch die Rechnung gezogen und wir mussten auf Grund von Streiks und Protesten das Mountainbiken streichen und sassen stattdessen in einem kleinen Ort fest und spielten Karten. Sonst hat alles aber ganz gut geklappt (nach suedamerikanischen Verhaeltnissen), wir haben wunderschoene Landschaften gesehen und sind in die Inkageschichte eingetaucht.
Titicaca
Von Cuzco sind wir dann fast ohne Probleme (nur mit ein Mal unerwartet Bus wechseln und 3 Stunden Wartezeit an der Grenze) nach Copacabana gekommen. Haben gleich einen Ausflug auf die Isla del Sol, mitten im Titicacasee, gemacht und am naechsten Tag haben wir noch einen "Berg" bestiegen, um uns dann weiter auf den Weg nach La Paz zu machen. Die Busfahrt war schon etwas schwieriger, da der Bus eingegangen ist, der Beifahrer 2 Stunden versucht hat, ihn zu reparieren, gescheitert ist und erst dann einen Ersatzbus bestellt hat, der auf Grund von Blockaden weiter 2 Stunden gebraucht hat. Am naechsten Morgen haben wir dann einen Trip gebucht und sind gleich Mittags auf in die...
Pampas
Wie man sich schon aus der Redewendung ableiten kann, liegt diese Gegend ganz weit weg von allem anderen... im Nirgendwo. Wir haben von La Paz aus den Flieger genommen fuer eine Stunde nach Rurrenabaque, dann ging es am naechsten Tag mit dem Auto fuer 3 Stunden weiter, um dann mit dem Boot noch 2 Stunden in unser Camp zu fahren. Erlebt haben wir viel: hunderte Krokodile und Schildkroeten, Affen und Voegel gesehen, mit Flussdelfinen geschwommen, Capybara (wissenschaftliche Bezeichnung, soviel ich weiss: Riesenmeerschweinchen, vielleicht aber auch Wasserschwein, wer weiss) beobachtet, Piranhas gefischt (Matthias hatte 3, bei mir hat es nur fuer eine Sardine gereicht, die wir natuerlich gleich wieder frei gelassen haben), Anacondas gefangen (natuerlich hatte wieder Matthias das Glueck oder Koennen und durfte sie sich gleich umhaengen),...
Zurueck geflogen sind wir dann mit einem Mini-Flugzeug fuer 20 Passagiere, in dem jede Reihe nur 2 Sitze hatte und der Gang dazwischen so tief war, dass sich jeder ducken musste. Die Landebahn war auch ganz interessant, da es von einer Erdbahn, zu einem Rasen ueberging und das Terminal eine kleine Huette mit Baenken drin war.
Wieder zurueck in La Paz hat mich heute schon Melly verlassen. Morgen bekomm ich dann eine neue Begleitung, Liesi und uebermorgen verlaesst mich Matthias noch, dann reise ich mit Liesi fuer weiter 3 Wochen noch herum.